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Verbesserung der Glasurqualität durch eine Feuerpolitur
Bearbeiterin: Dipl.-Ing. Kerstin Hohlfeld
Anspruch des Forschungsprojektes war es, durch
eine spezielle Oberflächenbehandlung die Qualität von Porzellanglasuren (Schnellbrand / Flachware) zu verbessern.
(Aufgabenstellung: hoher Glanz und damit geringste Rauhigkeiten, Welligkeiten und
Eierschaligkeit und gleichzeitig Erhöhung der Viskosität der Glasur mit dem Ziel, die Bildung von Nadelstichen stark zu vermindern).
Das dabei zur Anwendung gebrachte Verfahren der Feuerpolitur findet
bisher vorrangig in der Glasindustrie seinen Einsatz.
Folgende Arbeitschritte wurden in das Projekt integriert:
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Konstruktion und Einbau eines separaten Gas-Sauerstoff-Brenners
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Durchführung von Brennversuchen mit einer Feuerpolitur über den separaten Brenner
- Simulierung der Feuerpolitur durch
kurzzeitige Überhitzung am Ende der Haltezeit der Ausbrandzone bzw. in der Sturzkühlung
- Brennkurvenoptimierung
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Ermittlung relevanter Eigenschaftswerte für die mit Feuerpolitur behandelten Glasuroberflächen
Das Verfahren sollte gleichzeitig ansatzweise für Produkte der
Fliesenindustrie und der Sanitärkeramik getestet werden.
In Auswertung der Projektergebnisse muss konstatiert werden, dass es im
Rahmen der Projektbearbeitung nicht gelang, das Verfahren der Feuerpolitur zur Anwendungsreife für die feinkeramischen Industrie zu bringen, auch wenn eine Verbesserung der Rauhigkeitswerte im Vergleich zum Normalbrand erreicht werden konnte und Erkenntnisse in Bezug auf die erforderlichen Parameter für die Ofeneinstellung gesammelt wurden, welche ihre Verwendung bei industriellen Ofenoptimierungen finden.
Eine Reduzierung von Nadelstichen in der Glasur durch Anwendung der
Feuerpolitur war ansatzweise erkennbar; jedoch nicht signifikant.
Der – aus sicherheitstechnischen Gründen– seitliche Einbau des
Gas-Sauerstoff-Brenners in den vorhandenen Schnellbrandsimulator kristallisierte sich im Verlauf der Projektbearbeitung
als Problem heraus. Die bei den durchgeführten Versuchsbränden häufig aufgetretenen Deformationen waren dem o.g. Einbauprinzip mit geschuldet und führten zu einer Verfälschung der Ergebnisse. Die vorgesehene Montage des Brenners in die Ofendecke konnte nicht realisiert werden, da die Stabilität der Faserauskleidung des Ofens nicht mehr gewährleistet gewesen wäre.
Bei Durchführung der Feuerpolitur in einem Rollenofen mit einem in die
Ofendecke eingebauten Gas-Sauerstoff-Flächenbrenner sollten die o.g. Schwierigkeiten vermeidbar sein. Auf Grund der Einteilung eines Rollenofens in separate Ofenzonen sollte auch eine konstante Reduktionsphase bis
zur Feuerpoliturbeaufschlagung einstellbar sein, so dass im Endeffekt die Werte für den Weißgrad des Porzellans in gewünschter Höhe erreicht werden können.
Als Fazit ist festzustellen, dass sich während der Bearbeitung des
Projektes interessante Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen in Bezug auf die Feuerpolituranwendung ergaben, an deren Überprüfung von Seiten der Industrie Interesse signalisiert wurde.
Der in diesem Projekt geplante Versuchsumfang ist im nachhinein auf
Grund fehlender Vorversuche und Erfahrungen jedoch als zu umfangreich einzuschätzen.
Danksagung
Das Projekt wurde dankenswerter Weise vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie unter dem Förderkennzeichen 1029/03 unterstützt. .
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